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Sidecar Trophy: Die Meister überzeugen im Silberlauf

Den zweiten Renntag auf dem Red Bull Ring konnten die Teilnehmer der Sidecar Trophy ganz entspannt und in Ruhe angehen, denn der Silberlauf war erst kurz vor der Mittagspause angesetzt. An Ausschlafen war für die Seitenwagen-Piloten dennoch nicht zu denken, denn nach dem verpatzten Lauf des Vortages, gab es noch das ein oder andere zu tun, wenn man im zweiten Sprintrennen die maximale Punktzahl abstauben wollte.

So wurde u.a. im Zelt von Peter Schröder bis spät in den Abend noch geschraubt und ein neuer Motor eingesetzt. Anderswo ging es hingegen an die letzten Feinabstimmungen, bevor man gegen 11:45 Uhr in Richtung Vorstart rollte. Anders als am Vortag signalisierte der Himmel über dem Red Bull Ring diesmal, dass es im Rennen trocken bleiben würde und man beruhigt auf Slicks setzen konnte. Von den einst 30 Gespannen standen Samstagmittag schließlich nur noch 24 in der Startaufstellung.

Als die Ampel erlosch waren es ähnlich wie am Vortag zunächst Josef Sattler und Luca Schmidt, die direkt nach vorn preschten und versuchten rechts innen die Tür zuzumachen. Doch Mike Roscher und Anna Burkard hatten ebenfalls ihre Hausaufgaben gemacht und drückten sich innen an den Polesettern vorbei. Dahinter hatten Enrico Wirth und Werner Leo Lüttke ebenfalls einen Bombenstart zu verzeichnen, das Duo hängte sich schnell an die Top 2 dran und folgten der Spitze als drittes Gespann bergauf.

Von Platz 3 aus hatten Wirth/Lüttke beste Sicht nach vorn, wo sich schon nach wenigen Metern ein enger Zweikampf zwischen Sattler/Schmidt und Roscher/Burkard abzeichnete. Natürlich wollte der amtierende deutsche Meister dieses Rennen unbedingt für sich entscheiden und so suchten Sattler/Schmidt schon sehr zeitig nach einer Möglichkeit ihre Kontrahenten überholen zu können.

Doch Mike Roscher und Anna Burkard setzten sich gegen das Bonovo Action-Duo heftig zur Wehr und verwiesen diese immer wieder auf Platz 2. Erst in der letzten Renndistanz gelang es Sattler/Schmidt in der schnellen Linkskurve außen vorbei zu ziehen. An der Spitze angekommen, gab es schließlich kein Halten mehr und zauberten eine neue schnellste Rundenzeit auf den Asphalt. Josef Sattler und Luca Schmidt schnappten sich schließlich mit 4,2 Sekunden Vorsprung den Gesamtsieg im Silberlauf, gefolgt von Mike Roscher und Anna Burkard auf Platz 2, welche sich den Sieg in der 1000er Wertung auf ihre Fahnen schreiben konnten.

Mit einer starken Teamleistung folgten dahinter Enrico Wirth und Werner Leo Lüttke auf Platz 3 im Gesamtklassement. Die deutsche Paarung fühlt sich sichtlich wohl mit ihrem langen 600er Gespann und staubte damit erneut die höchste Punktzahl in der Trophy 600 ab. Wirth/Lüttke waren im Rennverlauf immer näher an die Spitze herangerutscht, ihnen fehlten bei Zieleinlauf nur noch knapp 0,3 Sekunden auf Roscher/Burkard. 

Platz 4 ging an Peter Kimeswenger und Ondra Sedlacek, die mit gut vier Sekunden genügend Luft nach hinten zu Hilbert Talens und Frank Claeys vorweisen konnten. Platz 6 fuhren Lennard Göttlich und Uwe Neubert ins Ziel. Beide befanden sich im Rennverlauf lange Zeit zunächst hinter Helmut Lingen und Felix Pinkert, fanden dann jedoch einen Weg an den Lingo Lowere Rhine Sidecarracers vorbei und brachten dann einigen Abstand zwischen sich und ihre Verfolger.

Lingen/Pinkert wurden Achte, gefolgt von Stefan Merkens und Andy Kolloch auf 9., die sich im Duell gegen Günther Bachmaier und Clement Conil durchsetzen konnten. Klok/Laudy wurden 11., gefolgt von Baert/Roba auf 12. Michael Grabmüller und Manuel Hirschi kamen als 13. ins Ziel, nach dem sie von der Boxengasse aus das Fahrerfeld von hinten aus aufrollten.

Franz Kapeller und Markus Billich wurden nach ihren Motorenproblemen vom Vortag 14. Rainer und Tanja Crome kamen als 15. über Start-Ziel, gefolgt von Caspersen/Munk (16.), Heck/Pendras (17.) Weekers/Moers (18.), Kraus/Braunshausen (19.), Damaschke/Rähder (20.), Volland/Gubernath (21.), Plattner/Almesberger (22.), Köster/Preisinger (23.) und Gloeden/Brill (24.)

Text und Foto: Doreen Müller-Uhlig

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